Jede Geschichte ist anders, und trotzdem verbindet sie etwas: der Alltag, die kleinen Momente, das, was Menschen ausmacht. Hier erzählen die Menschen, die das Gustav Benz Haus ausmachen, was sie geprägt hat, was sie heute bewegt und worauf sie sich freuen.
«Unseren ersten Kuss hatten wir unter Wasser.»
Diesen Sommer hat das Gustav Benz Haus ein Pilotprojekt gestartet: Eine kleine Gruppe schwimmbegeisterter Bewohnender ist ins Therapiebecken im Dalbehof gegangen, unterstützt von der Schwimmschule beider Basel.
Ein Paar lernte sich einst als Teenager im Schwimmclub kennen. Der erste Kuss, unter Wasser. Später gemeinsame Reisen zu internationalen Schwimmwettkämpfen, dann live an Olympia dabei, als der eigene Sohn schwamm. Heute geht das Urenkelkind im selben Bad zum Babyschwimmen. Eine andere Bewohnerin zeigte nach Jahren ohne Wasser stolz ihre einwandfreie Rückenschwimm-Technik. Und eine Angehörige war zum ersten Mal seit Jahren gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Onkel im Wasser.
Im Wasser finden unsere Bewohnenden Gemeinschaft, Therapie und ein Stück Freiheit. Bewegung im Wasser stärkt Koordination, Gelenke und Muskeln, zentrale Bausteine der Sturzprophylaxe. Aber es geht um mehr: um Selbstwirksamkeit, um Identität, um das Gefühl, wieder ganz bei sich zu sein. Was als Pilotprojekt begann, führen wir nun fest weiter: Regelmässig geht es mit weiteren Gruppen wasserbegeisterter Bewohnender ins Becken.


